"Osteopathie ist die Kunst mit den Händen 
zu zuhören."                                    

Was ist Osteopathie? 


Definition:

Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelle diagnose- und Behandlungsmethode.Der Schwerpunkt Ganzheizlichkeit unterscheidet die Osteopathie auch von anderen manuellen Techniken wie Chiropraktik und klassische Manualtherapie. Der Osteopath behandelt nicht die Symptome, sondern die Ursachen. Der Osteopath behandelt nicht die Krankheiten, sonder den Mensch. Dafür benutz er vor allem die Hände und Augen. Das Ziel ist mittels individuell angepassten manuellen Techniken und überwiegend sanften Griffen die Blockaden zu lösen und die Mobilität zwischen Körperstrukturen zu optimieren und damit die natürliche Heilungsprozess des Körpers wieder im Gang zu setzen.

Die Arbeitsbereich der Osteopathie unterteilt sich in drei Teilbereiche:
- Parietale Bereich: Die Bewegungsapparat (Knochen, Gelenke, Muskeln usw.)
- Vizerale Bereich: Innere Organe.
- Kraniosacrale Bereich

Geschichte: 
 
Die Ursprung des Konzepts geht zurück zum amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917). Er war Sohn eines Arztes. Beeinflusst von seinem Vater, begann er Medizin zu studieren. Er fand aber die Vorlesungen langweilig und nutzlos. Als er später drei seiner Kinder durch infektiöse Krankheiten verlor, wandte er sich vollkommen von der Schulmedizin ab. Nach intensiven Anatomiestudien, ist er zur Überzeugung gekommen, daß der Mensch alle Möglichkeiten der Genesung in sich selbst trägt. Die Voraussetzung dafür wäre eine uneingeschränkte Beweglichkeit in allen Körperbereichen und eine ungehinderte Versorgung durch Blut- und Lymphzirkulation.Die Geburtsstunde der Osteopathie war der 22. Juli 1874. Er schrieb über seine neue Entdekung: "Like a burst of sunshine, the hole truth dawned on my mind." Er hatte die Offenbarung, dass alles was er zur Behandlung von kranken Menschen bräuchte wäre mit den bloßen Händen die Bewegungseinschränkungen aufzuspüren, die zu beseitigen und die Blut- und Lymphzirkulation der Gewebe zu optimieren und den Rest der Selbsheilungskraft des Körpers überlassen. Daher kommt der berühmte Satz von Dr. Andrew Still: "Find it, fix it and leave it."

1892 gründete er in Kirksville, Missouri, USA, die "American School of Osteopathy" (heute: das Kirksville College of Osteopathic Medicine).
Dr. John Martin Sutherland ein Schüler Dr. Stills brachte die Osteopathie nach Europa. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Osteopathie als reine manuelle Medizin. Heute wird Osteopathie in nahezu allen europäischen Länder praktiziert.

Näheres über die Geschichte und Grundprinzipien der Osteopathie finden Sie auf der Homepage der österreichischen Gesellschaft für Osteopathie (ÖGO).
                                                                                                                                        www.oego.org


                                                                                                          Dr. Andrew Taylor Still 
                
                                                                                                                                     

Was ist Physiotherapie?


Physiotherapie nutz als natürliches Heilverfahren die passive - z.B. durch den Therapeuten geführten, und die aktive - selbstständig ausgeführte Bewegungen sowie den Einsatz physikalische Maßnahmen zur Heilung und Vorbeugung von Erkrankungen. Physiotherapie findet Anwendung in vielfältigen Bereichen von Prävention, Therapie und Rehabilitation sowohl in der ambulanten Versorgung als auch in teilstationären und stationären Einrichtungen. Damit ist die Physiotherapie eine wichtige Ergänzung zur medikamentösen und operativen Therapie. 

Der Begriff "Krankengymnastik" wird die modernen Anforderungen und die verwendeten Methodenvielfalt physiotherapeutischer Verfahren nich mehr gerecht.

Die Hauptziele der Physiotherapie sind:
- Linderung von Schmerz
- Förderung von Stoffwechsel und Durchblutung
- Erhaltung und Verbesserung der Beweglichkeit
- Erhaltung und Verbesserung der Koordination
- Erhaltung und Verbesserung der Kraft
- Erhaltung und Verbesserung der Ausdauer
Die Zielbereiche stehen nicht alleine, sondern beeinflussen sich gegenseitig.

Die drei wichtigste Einsatzbereiche der Physiotherapie sind:
- Prävention: Vorbeugung der Entstehung oder Wiederkehren der Krankheiten.
- Therapie: Als Hauptbehandlung akuter und chronischer Erkrankungen oder unterstützend zur anderen Behandlungsmaßnahmen.
- Rehabilitation: Maßnahmen zur Wiederherstellung von Fähigkeiten die es ermöglichen trotz körperlicher Beeinträchtigungen am täglichen Leben teilzunehmen.

Physiotherapeuten sind wahre "Allrounder". Denn das Einsatzgebiet der Physiotherapie in der Medizin ist sehr groß. Von der Orthopädie über die Neurologie bis hin zur Psychiatrie: In fast jeder medizinischen Fachrichtung wird die Physiotherapie eingesetzt. So hat Physiotherapie eine unverzichtbare Stellenwert in der heutigen Medizin.

Näheres über Physiotherapie finden Sie auf der Homepage des Bundesverbandes der PhysiotherapeutInnen Österreichs 
(Physioaustria).

                              www.physioaustria.at


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Was ist Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)?


Definition

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein modernes, nicht-invasives Behandlungsverfahren zur Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates. Dabei werden hochenergetische Schallwellen gezielt auf schmerzhafte oder geschädigte Gewebestrukturen übertragen. Die Stoßwellen regen körpereigene Heilungsprozesse an, fördern die Durchblutung, unterstützen die Geweberegeneration und können Schmerzen nachhaltig reduzieren.

Da die Behandlung ohne Operation, Injektionen oder Medikamente auskommt, stellt die ESWT für viele Patientinnen und Patienten eine schonende und effektive Therapieoption dar.


Geschichte

Die medizinische Anwendung von Stoßwellen begann Anfang der 1980er-Jahre in der Urologie zur Zertrümmerung von Nierensteinen. Aufgrund der positiven biologischen Effekte auf Gewebe wurde die Technologie in den folgenden Jahren weiterentwickelt und fand zunehmend Anwendung in der Orthopädie, Sportmedizin und Rehabilitation.

Heute ist die Extrakorporale Stoßwellentherapie wissenschaftlich gut untersucht und weltweit als etablierte Behandlungsmethode bei verschiedenen Sehnen-, Muskel- und Gelenkbeschwerden anerkannt.


Anwendungsgebiete

Die ESWT wird insbesondere bei chronischen Beschwerden eingesetzt, die auf konservative Maßnahmen nur unzureichend ansprechen. Zu den häufigsten Indikationen zählen:

  • Fersensporn und Plantarfasziitis
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
  • Tennisellenbogen und Golferellenbogen
  • Patellaspitzensyndrom (Jumpers Knee)
  • Schulter-, Nacken- und Muskelverspannungen
  • Sehnenreizungen und Sehnenansatzbeschwerden
  • Triggerpunkte und myofasziale Schmerzsyndrome
  • Verzögerte Knochenheilung (je nach Indikation)


Wirkungsweise

Die gezielt eingesetzten Stoßwellen erzeugen mechanische Reize im Gewebe. Dadurch werden verschiedene biologische Prozesse aktiviert:

  • Verbesserung der lokalen Durchblutung
  • Förderung der Zellregeneration
  • Stimulation des Stoffwechsels
  • Unterstützung der Gewebeheilung
  • Auflösung von Kalkablagerungen
  • Reduktion chronischer Schmerzen

Ziel der Behandlung ist es, die natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers zu aktivieren und die Ursache der Beschwerden gezielt zu behandeln.


Ablauf der Behandlung

Vor Beginn der Therapie erfolgt eine ausführliche Untersuchung und Diagnosestellung. Anschließend wird der betroffene Bereich lokalisiert und mit einem speziellen Stoßwellengerät behandelt.

Eine Sitzung dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten. Je nach Krankheitsbild sind meist 3 bis 5 Behandlungen im Abstand von einigen Tagen bis Wochen erforderlich.

Die Therapie erfolgt ambulant und erfordert keine Ausfallzeit. Die meisten Patientinnen und Patienten können ihre gewohnten Aktivitäten unmittelbar nach der Behandlung wieder aufnehmen.


Vorteile der ESWT

  • Nicht-invasive Behandlung ohne Operation
  • Keine oder nur minimale Nebenwirkungen
  • Kurze Behandlungsdauer
  • Förderung der körpereigenen Heilung
  • Reduktion von Schmerzen und Entzündungen
  • Hohe Erfolgsraten bei vielen chronischen Beschwerden
  • Schnelle Rückkehr zu Alltag, Beruf und Sport


Mögliche Nebenwirkungen

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie gilt als sehr sichere Behandlungsmethode. Gelegentlich können vorübergehend leichte Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit oder kleine Blutergüsse im Behandlungsbereich auftreten. Diese Beschwerden klingen normalerweise innerhalb weniger Tage wieder ab.


Mehr Informationen finden Sie unter

www.eswt.info



Eine Auswahl der häufigsten Behandlungsfelder in meiner Praxis:


  • Pre- und Postoperative Behandlungen
  • Akute und chronische Wirbelsäulenbeschwerden
  • Bewegungseinschränkungen(Blockaden etc.)
  • Störung im peripheren Nervensystem (Empfindungsstörungen, Lähmungen, Schmerzen etc.)
  • Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerzen etc.)
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Kiefergelenksbeschwerden(Craniomandibuläre Dysfunktion: CMD)
  • Diverse Gelenkbeschwerden
  • Akute und chronische Sehnen- bzw. Sehnenansatzbeschwerden (Tendinopathie bzw. Enthesiopathie)
  • Sportverletzungen
  • Verspannungen (z.B.: Schulter-Nackenbereich)
  • Störung im Verdauungssystem
  • Osteoporose
  • Atemerkrankungen
  • Gangschulung
  • Sturzprophylaxe
  • Skoliose
  • Diverse neurologische Erkrankungen bzw. Zustände (Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Zustand nach Schlaganfall etc.)